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AAL-Musterhaus hat schon jetzt die Technik, die künftig das Wohnen sicher und komfortabel macht.

08.07.2013

Ambient Assisted Living oder kurz AAL bedeutet, dass mithilfe moderner Technik das Wohnen im Alter sicher und komfortabel wird. Was denn wirklich nötig ist, in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis steht und sich am besten noch leicht bedienen lässt, kann man eigentlich nur durch Ausprobieren herausfinden. Genau dies passiert derzeit für den nordbayerischen sowie benachbarten hessischen, thüringischen und sächsischen Raum einzigartig in Bamberg.

Die Joseph-Stiftung hat von ihrer Beteiligungsgesellschaft SOPHIA living network GmbH ein „Labor“ ausstatten lassen, in dem die Bewohner die AAL-Systeme auf ihre Alltagstauglichkeit testen. Wer sich dafür interessiert, wie das Wohnen, wie es in Zukunft womöglich gang und gebe sein wird, ausschaut, sich anhört und anfühlt, ist nach vorheriger Anmeldung herzlich willkommen. Anruf unter 0951 208830 genügt. Oder Kontaktformular auf der Internetseite www.aal-musterhaus.de bzw. www.sophia.com.de ausfüllen und abschicken!

Schon vor der offiziellen Eröffnung des sogenannten SmartHouse SOPHIA am 8. Mai 2013 waren schon über 250 Interessierte an den Standort am Ende der Bamberger Villachstraße gepilgert. Klimatisch ungünstige Bedingungen hatten die Komplettfertigstellung des rundum seniorengerechten Anwesens etwas verzögert, erklärte Dr. Wolfgang Pfeuffer, Vorstandssprecher der Joseph-Stiftung und somit Vertreter des Bauherren, bei der Einweihungsfeier. Es waren allerdings nicht konventionell Steine aufeinandergesetzt worden. Vielmehr hatte der im Norden der Republik ansässige Hersteller von Wohnmodulen namens SmartHouse kurz vor Weihnachten 2012 zwei Bauteile auf dem Tieflader nach Franken geschafft, die hier passgenau auf dem vorbereiteten Fundament zusammengesetzt worden waren. (Siehe: http://blog.joseph-stiftung.de/2013/01/30/forschung-uber-altersassistenzsysteme-im-bewohnten-labor/.)

Stolz zeigte sich Dr. Pfeuffer, dass die Joseph-Stiftung überhaupt das erste Wohnungsunternehmen in Deutschland ist, das für seine Zukunftsplanungen in einem eigenen Wohnlabor forscht. Und: „Seit elf Jahren beschäftigen wir uns wie kein anderer in der Branche mit AAL-Systemen.“ Im Auftrag verschiedener Bundesministerien hat die Joseph-Stiftung schon etliche Innovationsprojekte durchgeführt – und wurde dafür mit Preisen ausgezeichnet. Zuletzt startete vor etwa einem Jahr unter dem mehrsinnigen Titel „I-stay@home“ das von der EU geförderte Vorhaben, beispielhafte AAL-Lösungen allgemein zugänglich zu machen. (Mehr unter: www.i-stay-home.eu.) Erstmals führt bei einer solchen Maßnahme ein Wohnungsunternehmen das internationale Konsortium, und zwar die Joseph-Stiftung.

Versuchsweise wurden laut Dr. Pfeuffer etliche Mietwohnungen schon mit AAL-Systemen ausgestattet und neuerdings auch Bauträgerobjekte. Eine ganze SmartHouse-Siedlung mit dem Energieverbrauchsstandard als Passivhaus soll bis zum Frühjahr 2014 in Fichtelberg errichtet werden.

„Weiter so!“, rief Stadtrat Dr. Christian Lange in Vertretung des Oberbürgermeisters den Verantwortlichen zu. Aus dem Rathaus wird der erhoffte Aufstieg Bambergs zur Bundeshauptstadt des AAL-Wohnen freilich flankiert: Die Stadt Bamberg hat das Grundstück am Rande des Gärtnerlandes für fünf Jahre an die Stiftung verpachtet.

Dank der netten Nachbarn sei sie in ihrem neuen Zuhause wirklich sofort „angekommen“, freute sich Sabine Brückner-Zahneisen. Sie durfte gemeinsam mit Dr. Pfeuffer und SmartHouse-Geschäftsführer Andreas Ernst ein rotes Band durchschneiden, womit sie zur Besichtigung ihres Zuhauses einlud. Gemeinsam mit ihrem Mann Anton Zahneisen – sie sind beide Geschäftsführer bei SOPHIA living network – bewohnt sie das rund 135 m² große Labor. Und sie versichert: „Ich bin gerne Versuchskaninchen. Weil wir dauernd Besuch bekommen, ist immer aufgeräumt.“ Ganz ernsthaft zählte sie dann allerdings noch folgende Attribute auf: gesundheitsförderliche Ausstattung, energiesparend, wunderbares Raumklima, rollstuhltauglich, funkgesteuerte Schalter, Paniktaste, die alles im und ums Haus herum erhellt. – Manches Licht geht sicher auch den Besuchern des Musterhauses beim geführten Rundgang auf. | bs

Zum Herunterladen:
Über die Notwendigkeit von AAL-Systemen: JoS-Beitrag DW_201212 
Über die Projektentwicklung und Hauskonzeption: Imageblatt_SMS_JoS 
Bericht über die Eröffnungsfeier: Pressespiegel_20130526_Heibla 
Presse-Information: Heute schon wie in der Zukunft wohnen: Zuhause in der Zukunft_20130627
Film: AAL-Musterhaus Bamberg